Studio Ghibli aus Japan - Das sind die besten Filme

Studio Ghibli aus Japan – Das sind die besten Filme

Warum das Studio Ghibli so beliebt ist, welche Filme man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte und warum die Werke aus dem japanischen Zeichentrickstudio keineswegs nur für Kinder gemacht sind.

Man muss das Beste aus seiner Situation machen, auch wenn das manchmal schwer fällt – dieser Leitsatz war selten so wichtig wie zur Corona-Krise. Millionen von Menschen können dieser Tage nicht zur Arbeit gehen und verbringen ihre Zeit in häuslicher Isolation. Was man da am Besten machen kann? Zum Beispiel neue Filme entdecken oder Filme gucken, für die zuvor einfach die Zeit fehlte. Da kommt es gerade richtig, dass der Streaminganbieter Netflix seit Februar 2020 schrittweise nahezu alle Filme des japanischen Animationshauses Studio Ghibli ins Programm genommen hat.

Das von Fans und Kritikern gleichermassen für seine phantasiereichen Animationsfilme geliebte Studio Ghibli (株式会社スタジオジブリ) wurde 1985 von Hayao Miyazaki, Isao Takahata und Produzent Toshio Suzuki gegründet. Nach über 35 Jahren erfolgreicher Filmgeschichte gehört Studio Ghibli zum nationalen Erbe Japans. Im Land der aufgehenden Sonne gibt es wohl kaum jemanden, der die anspruchsvollen Zeichentrickfilme aus dem Studio Ghibli nicht kennt. Doch auch auf internationaler Ebene wurden Klassiker wie Prinzessin Mononoke, Chihiro’s Reise ins Zauberland und Mein Nachbar Totoro hochgelobt und mit diversen Preisen ausgezeichnet.

Warum das Studio Ghibli aus Japan so beliebt ist

Die intelligenten und handwerklich herausragend gemachten Produktionen des Studio Ghibli sind keineswegs nur für Kinder gedacht. Es sind tiefgründige, melancholische und manchmal emotionale Filme, die vor komplexen Thematiken nicht zurückschrecken. Die menschliche Ausbeutung und Zerstörung der Natur, die Industrialisierung und die Auswirkungen von Krieg stehen ebenso häufig im Mittelpunkt wie die zerbrechliche Koexistenz von Tradition und Fortschritt, zwischenmenschliche Beziehungen und das Erwachsenwerden.

Surreale Märchenwelten, Geister, Dämonen, Fabelwesen und vielschichtige Figuren prägen die Werke Ghiblis, die zum großen Teil noch per Hand und mit viel Liebe zum Detail gezeichnet werden. Die Phantasiewelt der Kinder, für deren Augen sichtbar ist, was Erwachsenen verborgen bleibt, bildet häufig den perspektivischen Referenzpunkt in den Filmen aus dem Studio Ghibli. Es sind die Kinder, die sich mit den Geistern des Waldes oder des Meeres verbünden, um die Natur vor der erbarmungslosen Ausbreitung der Menschheit zu schützen.

Spiegel japanischer Seele und Tradition

In ihrem Handeln spiegelt sich eine Lebensphilosophie, die eng mit der japanischen Religion und Tradition verbunden ist – im Einklang mit der Natur leben. Dieser Harmoniegedanke und die Annahme, dass alle Lebewesen und Dinge von Geistern belebt sein können, ist im Shintoismus, der ursprünglichen Religion Japans verwurzelt. Der Shintoismus (oder Shinto – zu dt. “Weg der Götter”) ist eng mit dem Buddhismus verbunden und kennt zahlreiche Kami (Gottheiten). Dieser in der japanischen Tradition ruhende Glaube an Geisterwelten und mystische Gottheiten trägt dazu bei, dass sich in Japan keiner wundert, wenn er in den Filmen Ghiblis zahlreichen fantasievollen Waldgeistern, Hexen und Dämonen begegnet.

Ambivalenz von Gut und Böse

Diese Märchengestalten und mitunter seltsamen Kreaturen sind mit durchaus widersprüchlichen Charaktereigenschaften ausgestattet. Sie lassen sich nicht auf Gut oder Böse reduzieren. Dass in den Filmen von Miyazaki und Co. selbst die bösen und vermeintlich bedrohlichen Gestalten letztlich ambivalent sind und auch sanfte Charakterzüge offenbaren, entspricht der hauseigenen Philosophie. Nach dieser sind sämtliche Lebewesen vielschichtig und es gilt, eine simple Schwarz-Weiß- bzw. Gut-Böse-Kategorisierung à la Disney zu vermeiden. Besonders in den Filmen von Hayao Miyazaki, dem sogenannten Godfather of Japanese Animation, verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse, zwischen Menschen und Tieren und zwischen Träumen und der Realität.

Magische Märchenwelten aus Zauberhand

Die in mühevoller Handarbeit entworfenen Filme des Studio Ghibli haben weltweit Maßstäbe gesetzt. Im visuellen Detailreichtum, in der Tiefe der Drehbücher, der Originalität der Handlung und in der Vielschichtigkeit der Figuren. Die Filme von Miyazaki und Co. sind in manchen Momenten verstörend und bedrohlich, manchmal melancholisch und verträumt und dann einfach nur wunderschön. Alles ist möglich in der fantasievollen Welt der Studio Ghibli Produktionen. Die von ominösen Zauberwesen und Geistern bevölkerten Traumwelten entspringen nicht nur der einzigartigen Fantasie des Meisters Miyazaki, sondern finden ihre Inspiration in allen möglichen Ländern und Kulturen dieser Welt. So erinnern die verwinkelten Gassen und bunten Fachwerkhäuschen aus dem Film Das Wandelnde Schloss an die verträumten Städte und Dörfer im Elsaß und die wunderschöne Küstenstadt aus Kiki’s kleiner Lieferservice an Skandinavien.

Die Filme des Studio Ghibli entziehen sich dem, was wir schon kennen. Bildgewaltig, wie vielschichtig eröffnen die Filme Traumwelten, die durch ihren Detailreichtum und eine überbordende Fantasie bezaubern. Einige von ihnen sind seit dem 1. Februar 2020 bei Netflix zu sehen. Wir haben eine Auswahl der uns 10 liebsten Werke für euch zusammengestellt.

1. Die letzten Glühwürmchen (火垂るの墓), 1988, Regie: Isao Takahata

Studio Ghibli aus Japan - Das sind die besten Filme - Die letzten Glühwürmchen
Hotaru no haka (Originaltitel), Grave of the Fireflies (Englischer Titel), 1988. IMDB-Rating: 8,5

Die letzten Glühwürmchen aus dem Jahre 1988 porträtiert die rührende Geschichte zweier Geschwister, die kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges im nahezu zerstörten Kobe auf sich allein gestellt ums Überleben kämpfen. Dieses eindrucksvolle und herzzerreißende Antikriegs-Drama kommt ganz ohne Gut-und-Böse-Kategorisierung und den üblichen Kriegsmaschinerie-Bildern aus. Es konzentriert sich stattdessen auf den beklemmenden und hoffnungslosen Kampf zweier unschuldiger Kinder, die im Angesichts des Krieges ihre Kindlichkeit zu wahren versuchen und dabei tragisch scheitern.

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Auf besonders einfühlsame Weise gelingt es Regisseur Isao Takahata, nicht nur die leidvollen Momente einzufangen, sondern auch die stillen Momente des Glücks und die emotionale Bindung zwischen Bruder und Schwester. Der schonungslose Blick auf das Leiden der beiden Kinder mag für den Zuschauer qualvoll und beklemmend sein. Doch trotzdem sollte man dieses Werk unbedingt gesehen haben. Alleine um sich ins Gewissen zu rufen, dass sich ähnliches Leid Tag für Tag auf den zahlreichen Kriegsschauplätzen unserer Welt wiederholt. Leider hat Netflix diesen ebenso schönen und grausamen Film nicht ins Repertoire aufgenommen. Zu kaufen gibt es ihn u.a. auf Amazon.

2. Prinzessin Mononoke (もののけ姫), 1997, Regie: Hayao Miyazaki

Studio Ghibli - Das sind die besten Filme - Prinzessin Mononoke
Mononoke Hime (Originaltitel), Princess Mononoke (Englischer Titel), 1997. IMDB-Rating: 8,4

Hayao Miyazaki’s Epos Prinzessin Mononoke galt in Japan mit über 13 Millionen Besuchern an den Kinokassen lange Zeit als der erfolgreichste Zeichentrickfilm aller Zeiten. Das Märchen spielt in einer längst vergangenen Zeit, in der dichte Wälder von riesigen Tiergöttern bewohnt werden. Das von Wölfen aufgezogene Mädchen San (Mononoke) führt gemeinsam mit den Göttern des Waldes einen erbitterten Kampf gegen die Menschen, die den Wald zugunsten ihrer Zivilisation bedrohen. Prinz Ashitaka, zukünftiges Oberhaupt eines kleinen Dorfes, verliebt sich in das Wolfsmädchen. Beim Versuch, die friedliche Koexistenz von Mensch und Natur wiederherzustellen, gerät der junge Prinz zwischen die Fronten eines erbarmungslosen Konflikts….

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Wie so oft in Hayao Miyazaki’s Filmen erschuf dieser mit Prinzessin Mononoke ein tiefgründiges und optisch detailreiches Werk mit äußerst differenziert dargestellten Figuren, bei deren Betrachtung der Zuschauer sich zwischen beiden Konfliktparteien hin- und hergerissen fühlt.

3. Chihiro’s Reise ins Wunderland (千と千尋の神隠し), 2001, Regie: Hayao Miyazaki

Studio Ghibli aus Japan - Das sind die besten Filme - Chihiros Reise ins Zauberland
Sen to Chihiro no kamikakushi (Originaltitel), Spirited Away (Englischer Titel), 2003. IMDB-Rating: 8,6

Das oscargekrönte Meisterwerk Chihiro’s Reise ins Wunderland erzählt von dem kleinen Mädchen Chihiro, das sich mit seinen Eltern während eines Umzugs aufs Land verirrt und eine den Menschen verborgene, mystische Parallelwelt entdeckt. Da sich Chihiro’s Eltern unerlaubt über ein mysteriöses Festbuffet hermachen, werden sie in Schweine verwandelt. Fortan findet sich Chihiro alleine in einer Welt wieder, die von traditionellen japanischen Geistern, Dämonen und ebenso farbenfroh wie detailreichen Gottheiten und Gestalten der japanischen Mythologie bewohnt wird.

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Fest entschlossen, ihre Eltern zu befreien und das mysteriöse Geisterreich zu verlassen, fängt die kleine Chihiro an, in einem Badehaus für Götter zu arbeiten, das von der ominösen Hexe Yubaba beherrscht wird. Durch eine Verstrickung schicksalhafter Ereignisse und Begegnungen beginnt für das anfangs unselbstständige Mädchen eine abenteuerliche Reise. In dessen Verlauf lernt die Bedeutung von zwischenmenschlichen Beziehungen, Selbstlosigkeit, traditionellen Werten, Liebe und Freundschaft kennen und reift zu einer tapferen jungen Frau heran.

Der Betrachter darf einen komplexen und in seinem visuellen Reichtum und seiner Fantasie nahezu überwältigenden Film erwarten, der nicht ohne Grund mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen überhäuft wurde und den ebenso meisterhaften Film Prinzessin Mononoke vom Thron der erfolgreichsten japanischen Filme stieß.

4. Mein Nachbar Totoro (となりのトトロ), 1988, Regie: Miyazaki, Hayao

Studio Ghibli aus Japan - Das sind die besten Filme - Mein Nachbar Totoro
Tonari no Totoro (Originaltitel), My Neighbour Totoro (Englischer Titel), 1988. IMDB-Rating: 8,2

In Japan gibt es sicherlich keine einzige Person, die Totoro nicht kennt. Er ist das Wahrzeichen des Studio Ghibli und seine Erzählung gehört zu den einflussreichsten Kinderfilmen der japanischen Filmgeschichte. In Mein Nachbar Totoro ziehen die kleine Mei und ihre große Schwester Satsuki mit ihrem Vater in ein altes Haus auf dem Land. Von dort können sie ihre Mutter im naheliegenden Krankenhaus besuchen. Auf ihren Erkundungstouren durch die umliegende Natur macht Mei Bekanntschaft mit dem riesigen Waldgeist Totoro…

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Unschuldige kindliche Erlebniswelten, Familienbeziehungen, knuffige Geister und Figuren, sowie der Zauber der Natur sind die zentralen Themen in diesem Film. Wer von euch Totoro noch nicht kennt, der sollte sich diesen Film unbedingt ansehen.

5. Die Legende der Prinzessin Kaguya (かぐや姫の物語), 2013, Regie: Isao Takahata

Studio Ghibli - Das sind die besten Filme - Die Legende der Prinzessin Kaguya
Kaguyahime no monogatari (Originaltitel), The Tale of the Princess Kaguya (Englischer Titel), 2014. IMDB-Rating 8,0

Mit der Adaption einer der ältesten japanischen Volkserzählungen aus dem 19. Jahrhundert kehrt Isao Takahata zu den traditionellen Wurzeln der japanischen Kunst zurück. Ein alter Bambussammler findet eines Tages in einer glühenden Bambusknospe eine winzige Prinzessin. Als er sie zu seiner Frau nach Hause bringt, verwandelt sich die Prinzessin in ein Baby und das ältere Ehepaar zieht dieses liebevoll als Findelkind auf. Die kleine Kaguya wächst in Windeseile zu einer blendenden Schönheit heran und beschert dem Bambussammler und seiner Frau jede Menge Glück und Reichtum. Der Bambussammler, wissend dass sein Sprössling ein Geschenk des Himmels sein muss, lässt ihr in der Stadt einen prachtvollen Palast bauen. Die im Schutze der Natur aufgewachsene Prinzessin muss fortan ein streng isoliertes Leben am Hof führen und wird von einer tiefen Traurigkeit heimgesucht.

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Die Legende der Prinzessin Kaguya verzichtet fast ausnahmslos auf computeranimierte Sequenzen. Stattdessen fasziniert der Film mit ästhetischen Tuschezeichnungen,  die stark an den traditionell japanischen Bildrollen-Stil angelehnt (鳥獣人物戯画 Chōjū-jinbutsu-giga) sind. Das wundervolle Werk Takahatas kann nicht nur als Hommage an die traditionelle japanische Erzähl- und Kunstkultur aufgefasst werden, sondern auch als Ode an die Schönheit der Natur. Der Film ist auch ein gelungenes Porträt eines jungen Mädchens, das fernab gesellschaftlicher Konventionen um seine individuellen Freiheiten kämpft. Herausgekommen ist ein ergreifendes und in seiner Bildsprache unfassbar schönes Gesamtkunstwerk – für den verstorbenen Isao Takahata der krönende Abschluss seines Lebenswerks.

6. Kiki’s kleiner Lieferservice (魔女の宅急便), 1989, Regie: Hayao Miyazaki

Studio Ghibli - Das sind die besten Filme - Kiki's kleiner Lieferservice
Majo no takkyûbin (Originaltitel), Kiki’s delivery service (Englischer Titel), 1989. IMDB-Rating: 7,8

Kiki’s kleiner Lieferservice basiert auf dem gleichnamigen Roman der Autorin Eiko Kadono. Der Film erzählt von der kleinen Hexe Kiki, die mit 13 Jahren gemäß einer überlieferten Hexentradition ihr Elternhaus verlässt, um in einer fremden Umgebung selbstständig zu werden und zu einer richtigen Hexe heranzureifen. Kiki, die sich zusammen mit ihrem schwarzen Kater Jiji ins Ungewisse begibt, findet ihr neues Zuhause in einer wunderschönen Stadt am Meer. Dort macht sie bald neue Bekanntschaften und gründet einen Lieferservice. Als Kiki kurz darauf ihre Zauberkräfte verliert, muss sie sich verschiedenen Herausforderungen stellen. Dank der Hilfe ihrer neuen Freunde gelingt es ihr, auch diese Hürden erfolgreich zu meistern.

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Mit der für Miyazaki typischen Liebe fürs Detail und viel Fantasie ist dem Meister eine liebevolle und familientaugliche Erzählung gelungen, in der der Prozess des Heranwachsen im Vordergrund steht.

7. Das Wandelnde Schloss (ハウルの動く城), 2004, Regie; Hayao Miyazaki

Studio Ghibli aus Japan - Das sind die besten Filme - Das Wandelnde Schloss
Hauru no ugoku shiro (Originaltitel), Howl’s moving castle (Englischer Titel), 2005. IMDB-Rating: 8,2

Als die junge und bescheidene Hutmacherin Sophie eines Tages in den Gassen ihrer Heimatstadt zufällig Bekanntschaft mit einem charismatischen Schönling macht, ahnt sie noch nicht, dass dieser in Wahrheit der berühmte Zauberer Hauro ist und diese Begegnung ihr Schicksal grundlegend verändern wird. Wegen ihrer Zuneigung zu Hauro zieht Sophie den Zorn der Hexe aus dem Niemandsland auf sich und wird von dieser kurzerhand in eine gebrechliche, alte Frau verwandelt.

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Verzweifelt verlässt Sophie daraufhin die Stadt und begibt sich auf eine beschwerliche Reise, um sich ihrem Schicksal zu stellen und den Fluch aufzulösen. Auf dem Land sieht sie zum ersten Mal das wandelnde Schloss – ein gigantisches und bizarres Ungetüm, das einer fantasiereichen Mischung aus industriellem Schrottplatz und Dampfmaschine auf insektenähnlichen Beinen gleicht. Hier heuert Sophie als Putzfrau an und schließt sogleich Freundschaft mit den etwas eigenwilligen Hausbewohnern. Anfangs ahnt sie nicht, dass das wundersame Schloss mit den insgesamt 4 Ein- und Ausgängen in verschiedene Welten und Zeiten gleichzeitig die Heimat des Zauberers Hauro ist. Dieser entpuppt sich auf den zweiten Blick als weniger heldenhaft. Er ist unsicher, selbstverliebt und in sich gekehrt. Als Hauro jedoch vom König dazu berufen wird, das Land vor einem drohenden Krieg zu schützen, muss er endlich Verantwortung übernehmen.

Das Wandelnde Schloss basiert auf einem Roman der englischen Kinderbuchautorin Diana Wynne Jones.

8. Ponyo (崖の上のポニョ), 2008, Regie: Hayao Miyazaki

Studio Ghibli - Das sind die besten Filme - Ponyo
Gake no ue no Ponyo (Originaltitel), Ponyo (Englischer Titel), 2008. IMDB-Rating: 7,7

Mit dem fast ausschließlich per Hand gezeichneten Film Ponyo scheint es, als ob Hayao Miyazaki sich auf seine jüngsten Zuschauer besinnt. Ponyo ist ein geradliniges Kindermärchen mit liebevoll entworfenen Figuren und einer detailreichen und fantasievollen Meereswelt. Der Film erzählt die Geschichte einer kindlichen Freundschaft zwischen dem fünfjährigen Sosuke und einem kleinen Fischmädchen. Dieses entdeckt er eines Tages am Strand und nimmt sie in einem Eimer mit zu sich. Sosuke weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass Ponyo die Tochter eines im Meer lebenden Zauberers ist.

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Ihr geheimer Alleingang hat den Vater so entzürnt, dass er sie mit Hilfe seiner aufbrausenden Wellengeister wieder zurück ins Unterwasserreich holt. Die kleine Ponyo ist allerdings fest entschlossen, sich mit Hilfe ihrer magischen Kräfte in einen Menschen zu verwandeln. Sie setzt dabei versehentlich so viel Energie frei, dass der Ozean außer Kontrolle gerät und ungeahnte Naturgewalten freisetzt.

9. Pom Poko (平成狸合戦ぽんぽこ), 1994, Regie: Isao Takahata

Studio Ghibli aus Japan - Das sind die besten Filme - Pom Poko
Heisei tanuki gassen ponpoko (Originaltitel), Pom Poko (Englischer Titel), 1994. IMDB-Rating: 7,3

In Die Schlacht der Tanuki in der Heisei-Ära, kurz Pom Poko, stehen die sogenannten Tanuki im Mittelpunkt. Die in ihrer Gestalt dem Waschbären ähnlichen Tiere werden auch Marderhunde genannt und sind in Japan weit verbreitet. Tanuki sind wichtige Gestalten der japanischen Fabelwelt. Ihnen werden übernatürliche Eigenschaften – insbesondere die Fähigkeit zur Verwandlung – zugeschrieben. In Pom Poko bedroht die stetig voranschreitende Ausdehnung der Metropole Tokyo die bewaldeten Tama-Hügel, die den Tanuki seit Generationen als Lebensraum dienen. Die in Bedrängnis geratenen Tiere bangen um ihren Lebensraum und beschließen in ihrer Not einen Plan. Um die hemmungslose Ausbreitung der Menschen zu sabotieren, studieren die Tanukis ihre Verhaltensweisen und perfektionieren ihre Verwandlungskunst.

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Trotz der für das Studio Ghibli typisch ernsten Umweltthematik bleibt Pom Poko ein amüsanter Film, der zugleich eine fantasievolle Einführung in die Welt der japanischen Mythologie gibt.

10. Das Schloss im Himmel (天空の城ラピュタ), 1986, Regie: Hayao Miyazaki

Studio Ghibli - Das sind die besten Filme - Das Schloss im Himmel
Tenkû no shiro Rapyuta (Originaltitel), Castle in the Sky (Englischer Titel), 1986. IMDB-Rating: 8,0

Die seit dem Tod ihrer Eltern in einer Berghütte lebende Sheeta ist im Besitz eines magischen Edelsteins und wird daher von einem Bösewicht auf ein Luftschiff entführt. Weil dieses allerdings von der Luftpiratin Dora und ihren Söhnen angegriffen wird, kann Sheeta sich befreien. Sie fällt in die Tiefe, wo sie von dem Waisen Pazu aufgefangen wird. Pazu und Sheeta schließen Freundschaft und machen sich bald auf die Suche nach ‚La Puta‘, einem mystischen Königreich im Himmel, dessen rechtmäßige Thronfolgerin Sheeta ist. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine beschwerliche Reise, in dessen Verlauf sie gegen eine Reihe bedrohlicher Verfolger kämpfen, um das Schicksal von La Puta zu retten.

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Das Schloss im Himmel ist der erste Film aus dem Hause Ghibli und sein Erfolg in Japan legte einen wichtigen Grundstein für nachfolgende Produktionen.

 

Mehr Informationen zum Studio Ghibli und seinen Produktionen kann man auf folgenden Webseiten finden.

Offizielle Homepage vom Studio Ghibli (Japanisch)

Deutsche Fan-Wiki-Seite, die auch ausführliche Beschreibungen zu allen Filmen bereithält

Studio Ghibli Fanblog mit News, Hintergrundinformationen und Filminfos (Deutsch)

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