Wafrica - Der afrikanische Kimono
© Serge Mouangue

Wafrica – Der japanische Kimono in den Farben Afrikas

Wafrica ist das kunstvolle Zusammenspiel japanischer und afrikanischer Ästhetik. Für den sogenannten “afrikanischen Kimono” hat sich der kamerunische Designer Serge Mouangue mit ODASHO, einem der angesehensten Kimono-Hersteller Japans, zusammengetan.

Herausgekommen ist eine Modekollektion, die zwei Identitäten in ihrer Ästhetik vereint: Japan und Afrika. Wa (jap. 和) steht dabei für den Geist und die Harmonie Japans, gepaart mit den leuchtenden Farben und Mustern afrikanischer Stoffe. In der transnationalen Kollaboration trifft der zeitlose Kimono auf vibrierende Farben und klare Linien, auf rhythmische Dichte und bunte Schwingungen. Das erschafft einen neuen, spielerischen Geist, der schon Laufstege auf der ganzen Welt begeisterte.

„Wafrica encapsulates both West Africa and Japanese ancient sophisticated aesthetic to create a new territory, redefining our sense of origin“

Wafrica - Der afrikanische Kimono
© Serge Mouangue (Wafrica)

Wafrica, die Verschmelzung japanischer und westafrikanischer Designelemente

Der Name Wafrica steht im Übrigen nicht nur für Kimonos. Auch andere Kreativprojekte, wie z.B. Skulpturen und Live-Performances gehören zum künstlerischen Schaffen des Labels, das westafrikanische und japanische Designelemente miteinander verschmilzt.  Auf seiner Homepage schreibt Serge, dass es sich bei seinem Projekt um eine kunstvolle „Verknüpfung“ uralter Ästhetiken aus Japan und Westafrika handelt und dass Wafrica sich zum Ziel setzt, eine „neue“, dritte Ästhetik zum Leben zu erwecken. Diese soll eine Affinität zur westafrikanischen und japanischen Kultur widerspiegeln, ohne die Ästhetik ihrer Ursprungsländer zu verfälschen. Für Mouangue ist der afrikanische Kimono kein Versuch, ein Fashion Statement zu setzen oder ein profitables Business ins Leben zu rufen. Vielmehr möchte der Künstler dazu anregen, kulturelle Identitäten zu überdenken, einen Dialog zu führen und Brücken zwischen Ostasien und seiner Heimat Afrika zu bauen. 

Wafrica - Der afrikanische Kimono
© Serge Mouangue (Wafrica)

Serge Mouangue 

Der in Yaoundé geborene Serge Mouangue studierte Kunst, Design und Architektur in Paris und kam über eine Anstellung als industrieller Gestalter für Nissan nach Japan, wo er die Möglichkeit nutzte, in die Kunst- und Design-Szene einzutauchen. Serge’s Liebe zu seinem westafrikanischen Erbe war immer ein wichtiger Einflussfaktor in seinem Stil. Wie er in einem Interview mit Okayafrica verrät, haben Japan und Westafrika vieles gemeinsam. Die Art und Weise, wie Japaner und Westafrikaner miteinander kommunizieren, der tiefe Respekt vor Älteren und der weit verbreitete Animismus in Glaubensfragen sind nur einige von vielen Parallelen, die Serge in seiner Zeit in Japan für sich beobachten konnte. 

Wafrica - Der afrikanische Kimono
© Serge Mouangue (Wafrica)

Die Muster für Wafrica entwarf der Designer selbst. Sie erzählen westafrikanische Geschichten und Märchen, die ODASHO beim Nähen der Kleidung nicht verändern darf. Serge interessierte sich schon seit Jugendtagen für verschiedene Aspekte der japanischen Kultur und absolvierte während seines Studiums einen Japanischsprachkurs. Für ihn ist der “afrikanische Kimono” nur der erste Schritt seines künstlerischen Wirkens. 

Der afrikanische Kimono
© Serge Mouangue (Wafrica)
Der afrikanische Kimono
© Serge Mouangue (Wafrica)

Weitere Informationen findet ihr auf der offiziellen Homepage von Serge Mouangue.

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